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:: UNERHOERT 50 - WINDMUSIKEN (10 Jahre UNERHOERT)

Artists: Jens P. Carstensen, Axel Fries, Klaus Heidemann, Harald Kügler, Dörte Nienstedt, Jan Peter E.R. Sonntag, Wolfram Dix, Andreas Bick, Thomas Sauerbier, Robert Valkenburgh
Pressetexte: -

UNERHOERT 50 - WINDMUSIKEN (10 Jahre UNERHOERT)
Musik erzählt von Aeolisten, Windmusikern, Langsaitenspielern und Klangfliegern
Musik für Flöten, Drachen, Langsaiten, Posaunen, Fingertrommeln und Windharfen
Musik generiert, gespielt und gesteuert durch Mensch, Natur und Elektronik

Musik erzählt von Aeolisten, Windmusikern, Langsaitenspielern und Klangfliegern
Musik für Flöten, Drachen, Langsaiten, Posaunen, Fingertrommeln und Windharfen
Musik generiert, gespielt und gesteuert durch Mensch, Natur und Elektronik

Die Jubiläumsveranstaltung des Verein für Neue Musik in Bremerhaven widmet sich dem Wind und seiner Musikalisierung. Das Symposium erörtert die Generierung von Klang mit Hilfe des Windes und seinen vielfältigen Erscheinungen bei der Hörbarmachung durch akustische und natürliche Resonatoren, Drachen, Saiten, Holz- und Blechblasinstrumenten. Aktive und Interaktive Klanginstallationen, begehbare Klanggärten und Klangdrachen- und Windflötenkonzerte lassen den Wind ertönen und präsentieren sich dem interessierten Publikum.

Robert Valkenburgh: Aeolischer Klanggarten;

Uli Wahl: Drachenmusiken und Windharfen;
Uli Wahl, Robert Valkenbourgh - Strandbad Bremerhaven; 10 Jahre Unerhoert; Foto: Jens Carstensen
Eine Hommage an den ungewöhnlichsten Konzertort der Stadt - das alte Hallenbad Mitte - will einmal mehr die Bereitschaft zum Experiment untersteichen. Dieser einmalig atmosphärische auf mehreren Ebenen begehbare Klangraum wird selbst zum tönenden Objekt, in dem Musiker, Klangkünstler, Soundtüftler, Elektromanen und Computer an einem 50-stündigen Soundmarathon weben.

u.a. mit Musik von

Jens Carstensen: "Ears On A String"; "Sonar"; "Welt am Draht"; (Langsaiten)

ElektroLounge : "Nature And Atmosphere" ; (Soundremix)

Axel Fries: "Musik für Pauken"; "Musik für Tamtam"

Klaus Heidemann: "Sprawl"; (interaktive Musik für Bratsche)

Harald Kügler/Werner Neff/Jens Carstensen: "Vier Winde"; (Installation)

Werner Neff: "Z.E.N." (Installation);

Dörte Nienstedt:"Music For Windinstruments"; (Musik für Blockflöten);

Jan-Peter E.R. Sonntag: "Minimal Techno Disco"; "Fall" (Installation);

Sonntag/Neff/Kügler/Carstensen: "Sub Son X"; (ElektroArt);

Wolfram Dix: "Percussion & Voice" (Musik für Wave-Drum);

Andreas Bick:"Wüstenwinde" (Feldforschung)

Thomas Sauerbier: "Spaceweather" (Ambient)


Weitere Infos zum Thema im Internet unter:

http://members.aol.com/woinem1/index
(Homepage Uli Wahl, Deutschlands informativste Seite zur Windmusik)

www.windgallery.com
(virtuelle Ausstellung aeolischer Instrumente von Robert Valkenburgh)

www.sonntag2000.de
(Projekte von Jan-Peter E.R. Sonntag)

www.jenscarstensen.de
(Projekte von Jens Carstensen)

www.q-tip-musik.de
(Infos zu Wolfram Dix)

www.q-tip-musik.de
(Infos zu Axel Fries)

www.andreas-bick.de
(radiophone Klangkunst)

www.baradelan.de
(Tom Sauerbier Homepage)




Programm:

Freitag, 14. September:
Stadtbad Bremerhaven19 Uhr Eröffnung der Windinstallationen
21 Uhr Workshop "Ears On A String"
23 Uhr ElektroLounge 1
  
Samstag, 15. September:
Strandbad Bremerhaven14 Uhr Aeolischer Klanggarten
Stadtbad Bremerhaven20 Uhr Windmusik
23 Uhr Late Night Stadtbad/Strandbad
  
Sonntag, 16. September:
Strandbad Bremerhaven11 Uhr Windharfenkonzert
Stadtbad Bremerhaven19 Uhr Saitenmusik
22 Uhr ElektroLounge 2



10 Jahre Unerhört - Verein für Neue Musik

Mit der Absicht, aktuelle Musik in Projekten vor Ort inhaltlich zu entwickeln und in Konzerten und Performances vorzustellen, wurde im September 1991 der Verein für Neue Musik in Bremerhaven 'UNERHÖRT' gegründet. Sein Markenzeichen: Arbeit an den Grenzen von Musik.

Die gemeinsame, werkstattartige Zusammenarbeit von Musikern, Komponisten, (Klang-) Künstlern, Tänzern, Schauspielern, Filmemachern, Instrumentenentwicklern und Elektronikern führte in 49 Konzerten immer wieder zu spannenden und überraschenden Antworten auf die Frage nach dem 'Neuen' von/in Musik und ihrer Wahrnehmung.

Die Zusammenarbeit mit bildendenden Künstlern wie Franz Erhard Walther und Ottmar Hörl führte zu erfolgreichen Präsentationen unerhörter Kunst-Performances auf Festivals und in Museen. Musik und Klanginstallation wie die 'Musik für Langsaiten' von Jens Carstensen und die Rauminstallationen von Andres Bosshard, Ferdinand Försch und Metamkine wurden auf CD veröffentlicht und für Rundfunk/TV mitgeschnitten.

Unerhört eröffnete 1992 seine Konzertereihe im Alten Stadtbad. Darüberhinaus präsentierte Unerhört Musik in Schaufenstern, Autowaschanlagen, Werften, in regionalen Landschaften und auf dem Container Terminal Bremerhaven ebenso selbstverständlich wie im kulturellen Rahmen von Kunsthalle, VHS und Kirchen.

Die Teilnehmer:

Andreas Bick: Berlin "Wüstenwind"

1996 begann seine Arbeit als Filmmusikkomponist mit der Produktion der Titelmusik und Teilen der Illustrationsmusik für den Fernsehfilm "Sperling und das Loch in der Wand", der mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Es folgten verschiedene Fernsehserien, Dokumentationen und Krimis aus der Reihe "Tatort". Für den Kinofilm "Pinky" schrieb er einen oppulenten Score, den er mit dem "City of Prague Philharmonic Orchestra" aufnahm, während der Kinokurzfilm "Playboys" des Oskar-Preisträgers Pepe Danquardt mit einer das Hollywood-Kino ironisierenden Filmmusik ausgestattet wurde.

Seit 1999 ist Andreas Bick im Bereich der akustischen Kunst für verschiedene Radiosender - u.a. WDR3, Deutschlandradio Berlin, Radio Kultur, Ö1 etc. - tätig. In seinen Hörstücken für verschiedene Radiosender entwickelte er eine eigene Klangsprache im Umgang mit akustischen Mitteln. Die Arbeiten von Andreas Bick zeichnen sich durch ihre asketische Kargheit aus, an deren Beginn die konzeptionelle Reduktion der Form und des Inhaltes auf ein engumrissenes Motiv steht. Das verwendete Klangmaterial beschränkt sich jeweils auf eine Ebene der akustischen Umwelt, die aus dieser herausseziert und bis an seine Grenzen ausgelotet wird.

Die Wüste als vom Wind geprägte und geformte Landschaft und die äolischen Modulationen des Sandes bilden das Kompositionsmaterial für das Hörstück "windscapes". Der reale und imaginierte Klangraum der Wüste wird als Metapher gedacht für eine auf das Wesentlichste und Ursprünglichste reduzierte Landschaft, ein Ort der Introspektion, des In-Sich-Hörens. Der Wind spielt mit den Gegenständen, streicht über den Boden, trägt Sand mit sich, lässt verschiedenste Klangkörper im Luftstrom singen und ermöglicht uns, durch ihn die Formen einer archaischen Landschaft und die physischen Strukturen gedachter Räume zu erahnen. Das typische Heulen und Pfeifen des Windes legt die Assoziation nahe, dass die unterschiedlichen Klangräume in ihnen eigenen Stimmungen oder Tonlagen erklingen, und dass durch die räumliche Verteilung selbstklingender Gegenstände sich der Weg des Windes erschließt.


Jens Carstensen: Bremerhaven "Musik Für Langsaiten"

Die Konzertreihe des Vereins für Neue Musik im Stadtbad Bremerhaven wurde vor 10 Jahren mit einem akustischen Langsaiten-Konzert für 6 Spieler eröffnet. Der Workshop "Ears On A String" lädt das Publikum zum Mitspielen ein. Verschiedene Spieltechniken für Langsaiten werden vorgestellt und anschließend aufgeführt.
"Sonar#1": Ein 25 m langer Stahldraht wird mittels eines Tieftongemisches u.a. im Infraschallbereich elektronisch in Schwingungen versetzt. Ausgangspunkt für die Komposition ist die Auffächerung des Klanges in seine spektralen Anteile und deren Transposition in den für das menschliche Ohr hörbaren Bereich.
In Zusammenarbeit mit Werner Neff, Harald Kügler und den MusikerInnen Dörte Nienstedt und Klaus Heidemann entstand elektronische Musik mit interaktivem Akzent: "Music For Windinstruments", "Sprawl" und ElektroArt mit "Sub Son X".
Jens Carstensen betreut die Veranstaltungsreihe Unerhört. Er arbeitet in Bremerhaven als Komponist, Klangkünstler, Musiker und Musikpädagoge.


Wolfram Dix: Leipzig

Wolfram Dix - Strandbad Bremerhaven; 10 Jahre Unerhoert; Foto: Jens Carstensen

Der international gefragte Leipziger Musiker ist am Schlagzeug ein Meister der Stile zwischen Jazz und improvisierter Musik. Neben verschiedenen Trommeln, Becken und Gongs organisiert Wolfram Dix seine musikalischen Klangbilder mittels einer Wave-Drum - das ist eine elektronische Trommel, die über die verschiedensten Trommeltechniken elektronisch generierte Klangfelder steuert.

Lebendig improvisiertes musikalisches Material bildet den Ausgangspunkt seines synästhetischen Spielkonzepts, in welchem er unter Zuhilfenahme von sorgfältig ausgewählten Klangmaterialien dem Publikum eine mögliche Resonanz innerer und äußerer Schwingungszustände vermitteln möchte.

Wolfram Dix ist als Perkussionist zum großen Teil Autodidakt. Als Drummer spielte er u.a. in der Manfred Schulze Formation, im Joe Sachse Quartett, in der Hannes Zerbe Blechband, der Gustav Schuster Combo und dem Manfred Hering Trio. Seine musikalische Zusammenarbeit mit Carmel Jones, Etta Cameron, Charlie Mariano, Anatoli Vapirov, Leo Wright, Amitava Chatterjee und Joe Zawinul führte ihn auf zahlreiche internationale Podien, so z.B. in Bukarest, Warschau, Weimar, Debrecen, Berlin, Darmstadt, Donaueschingen, Bratislava und Münster.

In Bremerhaven trat Wolfram Dix zuletzt mit seiner Klang-Performance DIX - PERCUSSION & VOICE auf..


Axel Fries: Oldenburg

Axel Fries - Stadtbad Bremerhaven; Foto: Andreas Bredehorn

Axel Fries, Solopauker des Oldenburgischen Staatsorchesters, spielt eigene Kompositionen auf diversen Schlaginstrumenten aus aller Welt wie Marimba, Djembé, Gongs, Pauken, Trommeln und auf "Found-Objects" wie Bleche und Sägeblätter. Das auf das klangliche und räumliche Ambiente abgestimmte Instrumentarium wird auf die drei Ebenen des Bades verteilt und teilweise elektronisch bearbeitet. Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 1. Preis "Wettbewerb der Musikalischen Akademie Würzburg" 1. Preis "Wettbewerb des Deutschen Musikrates" "Edgard Varése Award" der University of Illinois, USA. Teilnahme am "Podium Junger Solisten" des Deutschen Musikrates. 2. Preis "Maria Canals Wettbewerb" Barcelona. Konzertverpflichtungen und Workshops im In- und Ausland (u. a. für das Goethe Institut). Rundfunk-, TV- und Tonträgerproduktionen zeitgenössischer Werke von Beinke, Cage, Carter, Donatoni, Hespos, Hummel, Miyoshi, Pagh-Paan, Stahmer, Stockhausen und Xenakis. Transkriptionen von Bach und Scarlatti. Arrangements aus Pop und Jazz. Elektroakustische Klanginstallationen sowie eigener Werke. Projekte bei Unerhört: Bach 4/7; Unerhört 23; Axel Fries Solo; Unerhört 44; Beide als CD veröffentlicht.


Klaus Heidemann: Bremen "SPRAWL"

"Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Das lernt man schon in der Schule. Was man nicht lernt, ist, dass man dabei auf Schritt und Tritt Spuren hinterlässt, immer und überall, winzige Bruchstücke, scheinbar bedeutungslose persönliche Datensplitter, die wiedergefunden und neu zusammengesetzt werden können" (William Gibson).

Klaus Heidemann, Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, ist der Instrumentalist einer Musik für Bratsche und Elektronik, die von Jens Carstensen gemeinsam mit Harald Kügler und Werner Neff speziell für eine Performance im Stadtbad Bremerhaven entwickelt wurde (Unerhört 45)

Während des Konzertes werden Klänge des Musikers aufgezeichnet, gesampelt und mittels der eigenen Körperbewegungen im Raum elektronisch manipuliert und wiedergegeben.


Harald Kügler: Berlin "Sub Son X"

Musiker und Elektronikfachmann für die Umsetzung von komplexen Midisteuerungen in musikalischen Kontexten. Zusammenarbeit mit Carstensen, Neff und Sonntag in verschiedenen Projekten.

"Sub Son X ist ein Wortspiel und mag ein Widerspruch in sich sein, denn was liegt denn noch unter den hörbaren Klängen? Da aber diese erst durch angewandte Elektronik zustande kommen und individuell unterschiedliche Assoziationen bewirken, machen die "Subsonics" doch Sinn.

Eine Grundidee war das Hörbarmachen von Luftbewegung, zunächst als Atemgeräusch, dann von Carstensen mit dem Altsaxofon und Jan-Peter E.R.Sonntag auf der Posaune instrumental gesteigerter Basston. Dieser erfuhr vielfältige Modulationen und wurde gemischt und überlagert von gespeicherten Klängen, deren rauschhafte Wiedergabe auch körperlich spürbar wurde. Im Laufe der Performance gaben beide von wechselnden Standpunkten wieder neue Impulse in das Rauminstrument. Für dessen Funktionieren braucht es einen erfahrenen Elektroniker: Werner Neff erarbeitet seit Jahren die technischen Voraussetzungen für die Unerhört-Konzerte. Während des Ablaufs ist Harald Kügler verantwortlich für die Vervielfältigung und Verteilung der programmierten und unmittelbar eingespielten musikalischen Informationen." (Norbert Duwe)


Werner Neff: Bremerhaven "Z.E.N."

Elektroniker und Programmierer. Entwickelt für Projekte des Vereins für Neue Musik diverse computerbasierte interaktive Klangsteuerungsmöglichkeiten. Zunehmend musikalische Arbeit. Stellt im Stadtbad seine Klanginstallation Z.E.N. vor.


Dörte Nienstedt: Bremen "Music For Windinstruments"

Dörte Nienstedt studierte an der Hochschule für Künste und der Akademie für Alte Musik Bremen. In Zusammenarbeit mit den Bremerhavenern Computermusikern Harald Kügler, Werner Neff und Jens Carstensen entsteht das Stück "Music For Windinstruments" für Blockflöten und Elektronik. Dabei steuert die Flötistin über Sensoren die musikalische Struktur ihres Flötenspiels.

Als Solistin und Mitglied des Oldenburger oh-ton-Ensembles gastierte auf zahlreichen Festivals für Neue Musik (u.a. Ensemblage Rotterdam, Dresdner Tage für Zeitgenössische Musik). Zahlreiche für Dörte Nienstedt geschriebene Werke mit Neuer Musik für Blockflöte wurden von ihr in auf CD und im Rundfunk produziert. Beim Moekverlag ist sie die Herausgeberin für zeitgenössische Musik.


Thomas Sauerbier: Bremerhaven "Spaceweather"

Es geht hierbei hauptsächlich um sogenannte Sferics, Tweeks und Whistlers, dokumentiert von atmospherische Tonaufnahmen der Nasa, die beeinflußt werden von zum Beispiel Blitzen in der Atmosphäre aber auch von menschlichen Tonquellen, wie zum Beispiel dem Funknavigations-System Loran C, dem amerikanischen Omega Projekt oder dem Russischen Alpha Projekt. Alle Ausgangssignale, die benutzt werden, stammen aus diesen sogenannten "Spaceweather"-Aufnahmen.

"Sferics" basiert hauptsächlich auf Blitzeffekte in der Atmosphäre, es gibt auch Elemente von Whistlern, deren Besonderheit darin liegt, daß die höheren Frequenzen eher in der Aufnahmestation eintreffen, als die tieferen. Die Ausgangssignale bei diesem Stück werden extrem verlangsamt abgespielt . "Tweeks" verhalten sich im Prinzip wie Sferics und Whistlers, bieten aber besondere Effekte in der Ionosphäre, basierend auf dem Geschwindigkeitsunterschied der Frequenzen, die auf Dispersion basieren.

Thomas Sauerbier lebt z.Zt. in Bremerhaven, Stilrichtungen: Elektro-akustische Musik und Ambient. Veröffentlichungen unter Baradelan (Dark Ambient, Industrial, Soundscapes).


Jan-Peter E.R.Sonntag: Oldenburg/Berlin
modern minimal disco5 (1995-2000); FALL(1996)


Bei "modern minimal disco5" betritt der Rezipient einen Stahlsockel und setzt einen Kopfhörer auf der von oben herabhängt. Seperiert und zugleich exponiert taucht er einen in einen endlos sich beschleunigenden Raum - einem scheinbar paradoxen Phänomen, dass Jan-Peter E. R. Sonntag in Fortsetzung der Studien von Sheppard nun als synästhetisches Raumwahrnehmungsphänomen untersucht. Wie ein schneller und schneller werdender Wind, rauscht es entlang des Körpers, während über den Sockel die subfrequenten Anteile des Klanges sowie ein sich scheinbar endlos beschleunigender Puls unmittelbar auf den Körper übertragen werden. Bei "FALL" ist die Richtung umgekehrt - ein scheinbar endloses Fallen. Man spürt die vorbeirauschende Luft und eine unhaufhaltsame Beschleunigung.

Studium der Kunst, Kunstwissenschaft, Musik , Germanistik, Soziologie und Philosophie (Schwerpunkt Neue Medien) u.a. bei Rudolf zur Lippe, Ivan Illich, Umberto Maturana, J.P.S. Uberoi (Philosophie), Gertrud Meyer-Denkmann, Gustavo Becerra Schmidt (Komposition)

1989 erste Begegnung mit Franz Erhard Walther - anschließend gemeinsame Performces; 1990 Gründungsmitglied von "unerhört", Verein für Neue Musik, Bremerhaven, "oh Ton", Oldenburg; 1991 Edition HORCH zusammen mit Jens P. Carstensen; 1993 - 1995 Künstlerischer Berater bei der Stiftung Weimarer Klassik. 1997 gemeinsam mit Jens P Carstensen Dozent auf der Arbeitstagung für Neue Musik in Darmstadt. 1998 Technische Assistenz bei Mauricio Kagel.

Ausstellungen und Konzerte u.a. in Hamburg (Kunsthalle, Kampnagel), Bremen, Dortmund, Rotterdam, New York, San Francisco, Barcelona, Madrid...


Robert Valkenburgh: Holland "Windklanggarten"

Der gelernte Möbeldesigner Robert Valkenburgh versteht sich als Drachenflieger seit zehn und als Aeolist (Windmusiker) seit fünf Jahren. Auf seinem Internetforum The Windgallery: Aerial and Aeolian Displays sind seine auf vielen intrnationalen Drachen- und Windklangfesten präsentierten Klanggärten und Drachen ausgestellt.

Portrait von Robert Valkenburgh

Delfin-Skulptur

Klanggarten-Instrumente


Uli Wahl: Weinheim "Luftklänge"

Wundersam klingende Instrumente wie Blechdosenresonatorwindharfe, Langsaitenwindharfe, Windflötenorchester und vietnamesische Flötendrachen sind der Beitrag Uli Wahls für das kleine Jubiläumsfestival von Unerhört. Vom 'einfachen' Drachenflieger wurde aus dem praktizierenden Anästhesistenen ein Fan für alle Möglichkeiten des Entstehen von Klängen mit Hilfe von Saiten und Wind. Durch viele Experimente (alle auf der wunderbar informativen Internetseite dargestellt und für den Nachvollzug aufbereitet) entwickelte Uli Wahl spezielle doppelleinige Drachen, deren Töne elektronisch aufgezeichnet werden können.




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